Allgemeine Geschäftsbedingungen
Fassung 2026-08-01 — diese Versionsnummer wird bei jeder Registrierung mitgespeichert und muss mit der Umgebungsvariable TERMS_VERSION übereinstimmen.
Anders als Impressum und Datenschutzerklärung sind AGB Vertragsinhalt. Fehler bei Laufzeit, Kündigung, Haftung, Preisanpassung oder Gewährleistung wirken sich unmittelbar finanziell aus, und einzelne Klauseln können bei Unwirksamkeit ersatzlos entfallen.
Nutze diesen Entwurf als Besprechungsgrundlage. Die WKO bietet für Mitglieder eine kostenlose Erstberatung sowie Musterverträge für Softwareüberlassung an. Für Verträge mit Studios in Deutschland gelten zusätzlich die dortigen AGB-Regeln der §§ 305 ff. BGB.
1. Geltungsbereich
Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Software Treveo durch Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 1 UGB. Ein Vertrag mit Verbrauchern kommt nicht zustande. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen schriftlich zustimmen.
2. Leistungsgegenstand
Wir stellen Treveo als Software zur Nutzung über das Internet bereit. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif in der jeweils gültigen Fassung. Ein Anspruch auf einzelne Funktionen oder auf eine bestimmte Gestaltung besteht nicht; wir entwickeln die Software fortlaufend weiter.
Nicht geschuldet sind: Anbindung an Kassensysteme, steuerliche Aufzeichnungen nach der Registrierkassensicherheitsverordnung sowie die Erstellung von Rechnungen an Endkundinnen.
3. Vertragsschluss und Testzeitraum
Der Vertrag kommt mit Abschluss der Registrierung zustande. Der kostenlose Testzeitraum beträgt 14 Tage. Er beginnt, sobald im Konto mindestens eine Behandlung und eine Mitarbeiterin angelegt sind.
Der Testzeitraum geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Wird kein Tarif gewählt, wird die Buchungsseite deaktiviert; die Daten bleiben 30 Tage abrufbar und werden anschließend gelöscht.
4. Entgelt und Zahlung
Es gelten die auf treveo.at angegebenen Preise. Alle Beträge verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über unseren Zahlungsdienstleister.
Bei Zahlungsverzug sind wir berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung auszusetzen. Regelung zu Verzugszinsen und Mahnspesen ergänzen.
Preisänderungen
Diese Klausel muss juristisch formuliert werden. Zu regeln sind Ankündigungsfrist, Form der Mitteilung und ein Sonderkündigungsrecht des Kunden. Ohne wirksame Klausel kannst du bestehende Verträge preislich nicht anpassen.
5. Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden. Es besteht keine Mindestlaufzeit.
Das Recht zur Auflösung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
6. Pflichten des Kunden
- Zugangsdaten sind geheim zu halten; ein Missbrauchsverdacht ist unverzüglich zu melden.
- Der Kunde ist für die Inhalte verantwortlich, die er einstellt, insbesondere für Behandlungsbeschreibungen und Preisangaben.
- Der Kunde ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die Daten seiner Kundinnen und Kunden und hat die erforderlichen Informationspflichten selbst zu erfüllen.
7. Verfügbarkeit
Verfügbarkeitszusage festlegen oder bewusst weglassen. Sag hier nur zu, was du auch messen kannst. Ohne Monitoring ist eine Zusage von 99,x Prozent nicht überprüfbar und im Streitfall nachteilig. Wartungsfenster und Störungen, die außerhalb deines Einflussbereichs liegen, sind auszunehmen.
8. Datenschutz
Wir verarbeiten personenbezogene Daten der Kundinnen des Studios ausschließlich weisungsgebunden. Dazu schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ab, der Bestandteil dieses Vertrags ist. Im Übrigen gilt unsere Datenschutzerklärung.
9. Datenexport nach Vertragsende
Der Kunde kann seine Kunden-, Behandlungs- und Buchungsdaten jederzeit während der Vertragslaufzeit exportieren. Nach Vertragsende bleiben die Daten 30 Tage abrufbar und werden anschließend gelöscht.
10. Gewährleistung und Haftung
Vollständig juristisch zu formulieren. Eine zu weit gefasste Haftungsbeschränkung ist unwirksam und fällt dann ersatzlos weg — das Ergebnis ist schlechter, als wenn du gar nichts geregelt hättest. Zu klären sind mindestens: Haftung für leichte Fahrlässigkeit, Ausschluss von Folgeschäden und entgangenem Gewinn, betragliche Begrenzung sowie die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.
11. Änderungen dieser Bedingungen
Änderungsmechanismus juristisch formulieren. Üblich ist eine Mitteilung mit angemessener Vorlaufzeit und ein Widerspruchsrecht. Die Fassungsnummer oben muss bei jeder Änderung erhöht werden, damit nachvollziehbar bleibt, welcher Fassung ein Studio bei der Registrierung zugestimmt hat.
12. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand ist Ort, soweit gesetzlich zulässig. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.